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B12 Baumeister: Kuratiert von David Chipperfield

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“Das Kuratieren des BAUMEISTER hilft uns dabei, uns selbst besser zu verstehen.”
David Chipperfield im Interview mit Baumeister über die Curated-Ausgabe.

David Chipperfield ist einer der ganz Großen in der internationalen Architekturszene. Der britische Architekt baut weltweit und vor allem in Deutschland. Zu seinen wichtigsten Bauten zählen die Restaurierung des Neuen Museums und die James-Simon-Galerie, das neue Eingangsgebäude auf der Museumsinsel in Berlin.

David Chipperfield und sein Büropartner Alexander Schwarz setzten sich in der von ihnen kuratierten Baumeister-Ausgabe mit der Stoffwechseltheorie von Gottfried Semper auseinander. Darin geht es um die Ursprünge und kulturellen Hintergründe von Formen und die damit verbundenen Fragen der Formfindung beim Entwurfsprozess. Dabei geben David Chipperfield Architects Einblicke in ihre Arbeitsweise und reflektieren mittels architektonischer Referenzen das eigene Schaffen. Zusätzlich porträtieren David Chipperfield und Alexander Schwarz die Entstehung der James-Simon-Galerie in einer exklusiven Fotostrecke.

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Inhaltsangabe Baumeister B12/2016, kuratiert von David Chipperfield Architects

Vita David Chipperfield

Sir David Chipperfield CBE, RA, RDI, RIBA, BDA

geboren 1953, London, Großbritannien

David Chipperfield gründete 1985 David Chipperfield Architects. Er ist Ehrenmitglied des American Institute of Architects (AIA) sowie des Bundes Deutscher Architekten (BDA). 2004 wurde er zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt, 2009 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Im Jahr 2010 erhob ihn Queen Elizabeth II. in den britischen Adelsstand für seine Verdienste um die Architektur in Großbritannien und Deutschland. Er war der Kurator der 13. Internationalen Architekturbiennale in Venedig und erhielt die RIBA Royal Gold Medal für Architektur sowie den Praemium Imperiale von der Japan Art Association – beides Preise als Anerkennung für sein Lebenswerk.

Eines seiner jüngsten Projekte ist die James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel, die am 13. Dezember 2018 baulich fertiggestellt und in einem offiziellen Festakt an die Staatlichen Museen zu Berlin übergeben wurde. 

Porträtfoto David Chipperfield: Ute Zscharnt

Vita Alexander Schwarz

Alexander Schwarz, Architekt
Partner, Design Director, David Chipperfield Architects Berlin

geboren 1967, Ludwigsburg, Deutschland  

Alexander Schwarz studierte Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Universität Stuttgart, nachdem er eine Ausbildung zum Geigenbauer abgeschlossen hatte. Seit 1996 ist er für David Chipperfield Architects tätig. 2006 wurde er einer der Geschäftsführenden Direktoren und 2011 Partner.

Als Design Director ist er für den Entwurf zahlreicher Projekte und Wettbewerbe verantwortlich, darunter das Neue Museum und die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel Berlin. 2015 übernahm er den Lehrstuhl für Öffentliche Bauten und Entwerfen an der Universität Stuttgart.

Porträtfoto Alexander Schwarz: Ute Zscharnt

Auszug Interview mit David Chipperfield und Alexander Schwarz

Die Entwürfe von David Chipperfield Architects wollen keine Ikonen-Architektur sein. Stattdessen hat sich das Büro einen Namen für komplexe Bauaufgaben im historischen Bestand gemacht. Im Interview mit dem Baumeister reflektiert David Chipperfield seine architektonische Haltung.

 

Baumeister: Herr Chipperfield, Sie und Ihr Büro haben die Baumeister-Dezemberausgabe kuratiert – wie lässt sich diese Erfahrung mit Ihrer Arbeit als Architekten vergleichen?

David Chipperfield: In unserer architektonischen Arbeit gibt es immer zwei Produktionsmodi und die verlaufen parallel. Einerseits sind wir schlicht und einfach Fachleute. Wir sagen unseren Auftraggebern bestimmte Leistungen zu und halten Terminpläne ein. Unsere Arbeit hat aber noch eine zweite Ebene. Und da geht es darum, eine Umgebung zu schaffen, in der Selbstreflexion möglich ist. Mit anderen Worten: Wir denken ständig über unser Tun nach – aus Verantwortung gegenüber unserem intellektuellen Anspruch. Das passiert nicht einfach so von selbst. In der Architektur muss man sich einen theoretischen Rahmen selbst schaffen. Das Kuratieren des Baumeisters hilft uns also dabei, uns selbst besser zu verstehen.

Baumeister: Selbsthinterfragung als Existenzmodus?

David Chipperfield: Ja. Es ist wichtig, sich selbst fortwährend zu hinterfragen. Wir möchten eine Art Unbehagen bei uns auslösen. Wenn man als Architekt gut sein will, muss man gleichzeitig mit und ohne Zweifel arbeiten. Durch das Kuratieren einer Zeitschrift können wir uns Gedanken machen und dadurch bewusst eine Form von Unbehagen erzeugen. Ähnlich war das, als ich vor vier Jahren in Venedig die Biennale kuratiert habe.

Baumeister: Haben Sie bestimmte Grundüberzeugungen?

David Chipperfield: Die Körperlichkeit von Architektur ist für uns oftmals der Ausgangspunkt – die haptischen, physischen Eigenschaften. Dieser Orientierungspunkt ist in der Moderne und Postmoderne verloren gegangen. Damals war es in England schwierig, über architektonische Stile zu reden, besonders wegen Prinz Charles. Aber man konnte über Material sprechen. Und genau das haben wir auch getan – wie ein Dichter, der über Worte nachdenkt.

Baumeister: Ist dieser Ansatz einem größeren Publikum verständlich?

David Chipperfield: Nicht immer. Es ist eine anspruchsvolle Herangehensweise, weil sie dazu neigt, mit dem Markt und den ökonomischen Imperativen der Bauindustrie zu kollidieren. Es ist ein bisschen wie mit dem Essen heutzutage. Es gibt auf der Welt mehr synthetische Nahrungsmittel als je zuvor. Aber immer mehr Menschen wollen natürliche Lebensmittel. So ist das auch in der Architektur – es gibt ein Bedürfnis nach guter Architektur und die Bereitschaft, sich auf Materialien einzulassen.

Das komplette Interview finden Sie in Baumeister 12/16, ab Seite 70.

David Chipperfield in der Baumeister-Redaktion bei der Besprechung des Heftkonzepts. (Foto: Friederike Voigt)

David Chipperfield und Alexander Schwarz im Gespräch mit Baumeister-Redakteur Alexander Russ und Baumeister-Chefredakteur Alexander Gutzmer. (Foto: Friederike Voigt)

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